Geschichte 2

Tweribär besucht die Altgasse

Das Häuschen für Batterien
Batterien NIE einfach in den Kehricht!

An einem sonnigen Vormittag machte sich Tweribär auf den Weg in die Altgasse. Dort, so hatte ihm Franz erzählt, sei der eigentliche Recyclingplatz, auf dem viele spannende Dinge gesammelt, sortiert und gelagert werden.

Als Tweribär am Eingang stand, wurde er freundlich empfangen. «Guten Morgen, du musst Tweribär sein!», sagte eine fröhliche Frau mit strahlendem Lächeln. «Ich bin Dorly, die Tochter von Franz. Schön, dass du uns besuchst! Komm mit, ich bringe dich zu meinem Mann Marcel. Der zeigt dir alles. Er kennt die ganze Sammelstelle in- und auswendig!»

Tweribär staunte schon auf dem kurzen Weg — überall standen grosse Container, Schilder mit Bildern und bunte Tonnen. «Was für ein aufregender Ort!», flüsterte der kleine Bär.

Marcel wartete bereits beim Tor zum inneren Bereich. Er trug eine Sicherheitsweste und hatte einen freundlichen Blick. «Hoi Tweribär! Willkommen im Ökihof Baar. Bist du bereit für eine Führung?» — «Mehr als bereit!», rief Tweribär und zückte stolz sein kleines Notizbuch.

Zuerst ging es zu drei grossen Containern: grün, braun und weiss. «Das ist für Glasflaschen», erklärte Marcel. «Die Farben sind wichtig — denn daraus werden wieder neue Flaschen in derselben Farbe gemacht.» Tweribär warf eine leere Apfelsaftflasche in den Weissglascontainer. Klong! — ein lauter Ton hallte durch die Luft. «Das macht Spass UND Sinn!», freute sich Tweribär.

Weiter hinten zeigte Marcel ein kleines Häuschen mit Warnschildern. «Hier nehmen wir Batterien entgegen. Die müssen speziell gesammelt und sicher verstaut werden.» — «Weil sie gefährlich sind?», fragte Tweribär. «Genau! Viele Brände entstehen heute durch falsch behandelte oder falsch entsorgte Batterien.» Tweribär schrieb eifrig in sein Heft:

Batterien NIE einfach in den Kehricht!

Dann kamen sie zu einem Bereich voller Toaster, Radios und Lampen. «Was ist das denn alles?», staunte Tweribär. «Hier sammeln wir Elektrogeräte, damit die Spezialisten später die wichtigen Teile wiederverwenden können — zum Beispiel Kupferdrähte oder Platinen.» — «Das klingt fast wie Schatzsuche!», rief Tweribär begeistert.

Zum Schluss kamen sie zu einer Waage mit einem grossen Container dahinter. «Und das hier ist für Sperrgut — also Dinge, die zu gross für den normalen Abfallsack sind. Zum Beispiel kaputte Stühle, alte Teppiche oder Matratzen.» — «Und was passiert mit denen?», fragte der Bär. «Ein Teil wird verbrannt und zur Energiegewinnung genutzt, ein anderer Teil — wie Holz oder Metall — wird sortiert und recycelt.»

Nach der spannenden Tour setzten sich Tweribär, Dorly und Marcel ins Altiisestübli — den Pausenraum für die Mitarbeitenden. «Du hast heute viel gesehen», sagte Marcel. «Was hat dir am besten gefallen?» — «Der Glasklonk!», grinste Tweribär. «Und dass sogar alte Radios noch wertvoll sein können!»

Dorly lächelte: «Wenn du Lust hast, kannst du morgen wiederkommen und etwas anderes anschauen — zum Beispiel das Büro des Disponenten!» Tweribär nickte begeistert. «Ich werde bestimmt wiederkommen. Recycling ist nicht nur spannend — es ist wichtig für die ganze Welt!»

Alle Tweribär-Geschichten

← Das kleine blaue AutoTweribär im Büro →